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Der erste Kontakt mit Alkohol

Mit ca. 14 Jahren hatte ich zum ersten mal Alkohol getrunken.

Zu dieser Zeit hatte ich Schwierigkeiten mit meinen wenigen Freunden mitzuhalten. Wir trafen uns jeden Tag nach der Schule auf einem Platz am Stadtrand. Wir machten die verrücktesten Dinge, wie Jugendliche eben den Tag so verbringen. Die Gespräche drehten sich meistens um Mädchen. Ich war immer ganz still und traute mich nicht mit meinen Freunden über dieses Thema zu reden. Manche hatten schon mal ein Mädchen geküsst und andere hatten auch schon mehr Erfahrungen mit Mädchen. Unsere Gruppe löste sich irgendwie auf. Alle gingen ihre eigenen Wege, aber aus heutiger Sicht weiss ich, das nur ich nicht mehr dazu gehörte, weil ich mit ihrer Freizeitgestaltung nicht mehr klar kam. Ich fand neue Freunde, die wie ich zu der Zeit nichts mit Mädchen, sondern sich mit harten Männer umgeben wollten.

Wir trafen uns jetzt in einem Sportlerheim, was eine Klubkneipe unseres Sportplatzes war. Wir spielten jeden Tag Skat und andere Kartenspiele. Das war etwas, was ich gut konnte und wo ich meine Überlegenheit ausspielen konnte. Der Wirt, ein guter Bekannter von mir, fragte nicht viel nach unserem Alter und gab uns ab und zu ein Glas Bier. Da ich in der Schule noch nicht auffällig wurde, bemerkte meine Mutter nicht, mit was ich mich nach der Schule beschäftigte. Aus dem einen Glas wurden bald mehr. Der Aufenthalt in der Kneipe dehnte sich immer mehr aus. Mit 15 war ich bis um 22 Uhr im Sportlerheim. Mit wem ich dort saß; und Karten spielte war mir schon egal geworden. Ich suchte nur noch Kontakte zu Gleichgesinnten und fühlte mich dabei noch stark, weil es meist Ältere als ich waren. Außerdem mussten sie auch Alkohol trinken, weil mir Gespräche, die das Thema Alkoholtrinken mit ungesund verbanden, sehr unangenehm waren. Heute weiss ich, das ich schon damals selbst gemerkt hatte, dass mit meinem Alkoholgenuss etwas nicht stimmte, aber an einer Alkoholsucht nie gedacht hätte.. Ich wollte es mir natürlich nicht eingestehen oder sogar vor anderem Zugeben. Meine ehemaligen Freunde hatten sich von mir abgewandt, weil mit mir nichts mehr anzufangen war. Ich hatte keine anderen Interessen mehr, als jeden Tag in meine Kneipe zu rennen und unter der Ausrede, auch vor mir selbst, nur Karten spielen zu wollen, dem Alkohol hinterher zu rennen. Wenn das Sportlerheim seinen Ruhetag hatte, wusste ich genau, wo ich meine neuen Freunde fand. Es gab noch eine andere kleine Eckkneipe, wo wir uns dann immer trafen.

Meine Mutter hatte wieder jemanden kennen gelernt, der sehr schnell merkte, wo und wie ich meine Zeit verbrachte. Seit dieser Zeit gingen für mich die Probleme los.

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