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Hilfe für Angehörige von Alkoholiker

Angehörige haben se sehr schwer, wenn sie sich um einen Alkoholiker kümmern wollen oder müssen. Sie selbst können einfach nicht verstehen, warum sich ein Alkoholiker in vielen Situationen so verhält. Sie leiden sehr an ihrer für sie selbst unverständlichen Fähigkeit, ihren Partner oder anderen Verwandten nicht vom Suchtmittel wegzubringen.

Angehörige handeln in guter Absicht, aber machen meistens genau das Falsche. Sie unterstützen den Alkoholiker in Form von Unterkunft und Lebensmittel. Im schlimmsten Fall sogar mit finanziellen Mitteln. Der Betroffene bekommt so alle Möglichkeiten, seiner Sucht ungestört weiter nachgehen zu können. Er braucht sich um nichts zu kümmern und kann weiter trinken. Wenn es ihm mal schlecht geht, geht er zu seinen "hilfreichen Angehörigen" und bekommt dort was er sicher für eine Entscheidung nicht braucht, um ein nüchternes Leben beginnen zu können.

Es ist sicher gut gemeint, weil keiner einen scheinbar Hilflosen nicht helfen möchte. Ein Alkoholiker weiss aber dadurch immer, wo er sich hinwenden kann, wenn er nicht mehr weiter weiss. Er kuriert sich dann kurzfristig aus, macht sich fitt für die nächste Runde und bittet unter vielen Versprechungen vielleicht noch um etwas Geld.

Wenn sie das zulassen, haben Sie ihm die Möglichkeit gegeben, seine Sucht wieder eine Zeit zu verlängern.

Keine Hilfe ist die beste Hilfe

Wenn Sie ihm nicht helfen, bestenfalls eine einmalige Mahlzeit geben, muss er sich andere Wege suchen. Wenn er dann nicht mehr weiter weiss, wird er sich die Hilfe suchen und holen, die es ihm ermöglicht, ein neues Leben zu beginnen.

Das es nicht immer helfen kann, weil ein Alkoholiker viele Möglichkeiten findet, an Alkohol zu kommen, ist einleuchtend. Alle diese Bezugsquellen kann keiner unterbrechen, aber auch ein Schritt kann helfen, jemanden zum Nachdenken anzuregen.

Helfen Sie dem Alkoholiker richtig.


   

Auch der Umgang mit einem trockenen Alkoholiker müssen Angehörige neu lernen.

Sie werden sich fragen, ob Sie jemals wieder volles Vertrauen haben werden können? Diese Frage ist nicht leicht zu beantworten. Eine gewisse Unsicherheit wird wohl immer bleiben, auch wenn der Partner schon sehr lange trocken ist.

Es wäre aber schlecht, wenn Sie das allzu offen zeigen. Dadurch wird bei dem Betroffenen eine innere Spannung aufgebaut, die es ihm unmöglich macht, sich normal zu verhalten. Er ist dann versucht, sein Verhalten so zu kontrollieren, was es wiederum unnatürlich wirken lässt.

Das schafft aber bei Ihnen wiederum neues Unbehagen und Misstrauen. Das würde einen Kreislauf ergeben, der den Alkoholiker wieder in den Rückfall treiben kann.

Reden Sie viel über sich, über Ihre eigenen Gefühle und Ängste, ohne dem Betroffenen die Schuld an Ihren vielleicht schlechten Befinden zu geben.  Suchen Sie sich Hilfe, wenn Sie in einer Lebenslage nicht zurecht kommen. Ob es nun bei der Sucht oder anderen Krankheiten ist. Vielleicht erwägen Sie auch eine Ausbildung oder Arbeit in der Pflege?