Der Rückfall in die Alkoholkrankheit
Leider
war die schöne Zeit bald zu Ende.
Bei einem abendlichen Anruf bei meinem Bekannten, gestand er mir
seinen Rückfall. Obwohl ich hätte wissen m&uulm;ssen oder es
eigentlich auch wusste, das es für mich selbst ein Risiko ist, bot ich
meine Hilfe an. In den Selbsthilfegruppen wurde immer davor gewarnt,
sich in der ersten Zeit der eigenen Trockenheit, nicht in solche
Gefahren zu begeben. Ich war aber der Meinung, mit einem immer hin
schon einem ganzen Jahr der Trockenheit, habe ich das im Griff. Ich
fuhr noch an diesem Abend zu ihm hin.
Er wollte wieder aufhören, aber den Entzug nicht alleine machen. Ich
telefonierte alle Krankenhäuser unserer Statt an. Da er keine
Kostenübernahme seiner Krankenkasse und keinen Überweisungsschein
seines Hausarztes hatte, wollte ihm kein Krankenhaus stationär
aufnehmen. Ich rief trotz der späten Stunde, meine Hausärztin an, die
mein Alkoholproblem kannte. Sie erklärte sich auch bereit noch zu
meinem Bekannte zu kommen. Sie schrieb ihm dann eine
Krankenhausüberweisung aus, die er aber noch mit einer Kostenübernahme
der Krankenkasse vervollständigen musste, um einen stationären Entzug
machen zu können. Sie gab ihm noch einige Medikamente, die ihm die
Nacht erleichtern sollte.
Da er mir immer wieder versprach, er will nicht mehr trinken und ich
sollte ihm helfen, blieb ich bei ihm.
In den frühen Morgenstunden, wachte ich auf und er sass auf der Couch
und trank aus einer Flasche Schnaps.
Ich weiss nicht genau warum, war es die Enttäuschung, die Erinnerungen
an die frühere Zeit oder mein noch lange nicht stabile eigene
Trockenheit. Ich nahm ihm die Flasche aus der Hand und trank einen
grossen Schluck, des bitter schmeckenden Schnaps.
Der Alkohol hatte mich wieder.
Hilfe bei Rückfall
Ein Rückfall ist keine Schande. Lernen Sie aus Ihren Fehlern und versuchen Sie Situationen, in dehnen Sie Gefahren sehen, zu vermeiden.
Ein Rückfall kommt nicht von heute auf morgen. Er beginnt schon viel früher im Kopf. Der Griff zum Alkohol ist nur die Folgeerscheinung von unverarbeiteten .Problemen oder auch Schuldgefühlen und Ängsten.
Sie müssen sich Ihrer Situation voll bewusst sein und dürfen nicht alle Probleme mit sich herumtragen. Reden Sie mit Gleichgesinnten über Ihre Sorgen.
Wenn Sie glücklich und zufrieden mit Ihrem neuen Leben sind, wird die Gefahr eines Rückfalls vermindert.
Ganz ausgeschlossen kann der Rückfall auch nach jahrelanger Trockenheit nicht. Darum sein sie sich immer bewusst, das auch sie nur ein Glas vom Rückfall entfernt sind.
.